TG Schlaglicht: Jane Goodall Legacy Foundation

01.08.2022 I Jane Goodall Legacy Foundation – Schweiz

Ob ein Mensch allein die Welt verändern kann, ist eine gern und kontrovers diskutierte Frage. Fest steht: Als sich Jane Goodall im Jahr 1957 von Großbritannien nach Ostafrika aufmachte, hatte sie noch einen weiten Weg vor sich, bis sie mit ihren berühmt gewordenen tansanischen Feld-Studien zum Verhalten von Schimpansen beginnen konnte. Mit diesen veränderte sie nicht nur grundlegend die Wissenschaftslandschaft, sondern auch unseren Blick auf die Natur. Fest steht jedoch auch, dass sich Goodall ihren Weg zur Wissenschaftspionierin und gefeierten Tierrechtsaktivistin nicht allein ebnete, sondern unter tatkräftiger Mithilfe einiger Förder- und Mitstreiter*innen. Damit zeigt ihr Beispiel: Positive Veränderungen brauchen einerseits die klugen und mutigen Impulse einzelner, andererseits jedoch auch ein Netzwerk von Unterstützer*innen. So gründete die Wissenschaftlerin die Jane Goodall Legacy Foundation, um zukünftige Generationen zu befähigen, selbst einen eigenen Beitrag für eine bessere Welt zu leisten.

Im Vergleich zu heute sah die Welt in den beginnenden 1960er Jahren anders aus: Politik und Wissenschaft waren fast ausnahmslos in männlicher Hand, der afrikanische Kontinent weitgehend kolonialisiert und die Natur galt als beherrschbarer, unerschöpflicher und neutraler Ressourcenlieferant. In dieser Welt begann die junge Forscherin Jane Goodall ihrer Leidenschaft nachzugehen: dem Beobachten von Schimpansen. Ihre Studienergebnisse waren verblüffend und lösten alsbald Kontroversen aus. So wies Goodall nach, dass nicht nur Menschen, sondern auch Tiere Werkzeuge herstellen und im Alltag nutzten, und dass nicht nur Menschen, sondern eben auch Schimpansen über ihre eigenen, individuellen Persönlichkeiten verfügen. Mit diesen Entdeckungen stellte Goodall alte Wertkonzepte grundsätzlich infrage und löste gesellschaftliche Dispute aus. Denn: Welche ethischen Implikationen hat es, wenn Tiere über menschliche Qualitäten verfügen? Was sollte das für unser Verhältnis zur Natur und unsere wissenschaftliche Praxis bedeuten, beispielsweise hinsichtlich der Durchführung von Experimenten an Tieren? Goodall machte sich in den folgenden Jahrzehnten nicht nur in der Wissenschaft einen Namen, innerhalb derer sie diverse Dogmen der männerdominierten Domäne infrage stellte, sie entwickelte sich auch zu einer der leidenschaftlichsten Verfechterinnen für Tierrechte. In diesem Kontext wurde ihr Name schon bald zu einem festen Begriff. Im Rückblick lässt sich eines konstatieren: Wenngleich sich nicht alle ihre Positionen durchgesetzt haben, so scheinen die von Goodall angeregten Diskussionen heute doch aktueller denn je. Dass diese „Möglichkeiten des Denkens“ über Tierrechte und eine aktive Natur inzwischen im Mainstream-Diskurs gelandet sind, ist auch ihr Verdienst.

Um künftige Generationen für diese Anliegen zu sensibilisieren, setzt sich nunmehr die Jane Goodall Legacy Foundation für die Stärkung eben jener Themen bei der Bildung junger Menschen ein. Auch in Deutschland hat die Stiftung mit dem Jane Goodall Institut eine Depandance. Eine besondere Rolle in der Arbeit der Stiftung kommt dem „Roots & Shoots“-Programm zu. Dieses ermutigt Kinder und Jugendliche in Kooperation mit diversen Bildungseinrichtungen in über 140 Ländern dazu, in ihren lokalen Gemeinschaften Umweltprobleme zu identifizieren und diese im Rahmen von selbst entworfenen Projekten zu lösen. Insbesondere schärfen Projekte wie diese die Achtsamkeit der jungen Menschen hinsichtlich des Zusammenspiels von Mensch und Natur, sie schaffen Selbstwirksamkeitserfahrungen und vermitteln ein Gefühl für die besondere Verantwortung, die jede*r einzelne für das eigene Umfeld trägt. Weitere Projekte der Stiftung widmen sich der Bekämpfung von Armut, insbesondere im globalen Süden – ebenfalls im Kontext von Umweltprojekten. Somit berücksichtigt die Jane Goodall Legacy Foundation stets die Zusammenhänge zwischen der Ausbeutung von Menschen einerseits sowie der Ausbeutung der Natur andererseits. Die wichtigste Handlungsprämisse lautet dabei stets: Die weltlichen Verhältnisse sind nichts statisch festgesetztes, sondern ein dynamisches Feld, in dem sich Veränderungen zum Guten herbeiführen lassen. Dass es funktioniert, zeigt das Lebenswerk der inzwischen 88 jährigen Ausnahmewissenschaftlerin sowie die Arbeit ihrer Stiftung, die das Engagement Goodalls auch für die nächsten Generationen lebendig hält.

Für weitere Informationen können Sie die Jane Goodall Legacy Foundation direkt besuchen. Die Webseite des deutschen Büros des Jane Goodall Instituts finden Sie hier.

Wenn Sie an die Jane Goodall Legacy Foundation spenden möchten, dann können Sie dies über diesen Link oder über diesen QR-Code tun:

Da die Jane Goodall Legacy Foundation, bzw. das Jane Goodall Institut eine registrierte Empfängerorganisation der Maecenata Stiftung ist, und somit sämtliche eingehende Spenden zunächst an uns gehen, können Sie ebenso per Banküberweisung an folgendes Konto spenden:

Kontoinhaberin: Maecenata Stiftung
IBAN: DE89 1003 0500 1061 0007 01 
BIC: LOEB DEBB XXX
Bankhaus Löbbecke
Verwendungszweck: Jane Goodall Institut TG21115 (Ihre Anschrift*)

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