Tocqueville-Forum

Das Tocqueville Forum wurde im April 2016 von der Maecenata Stiftung gegründet, nachdem jahrelange Bemühungen, gemeinsam mit anderen Wissenschaftseinrichtungen in Berlin ein Zentrum für Zivilgesellschaft oder Zivilgesellschaftsforschung zu gründen, fehlgeschlagen waren.

Die Zivilgesellschaft, in Deutschland erst in den vergangenen Jahren als Arena mit gemeinsamen und unterscheidbaren Merkmalen erkannt, braucht jedoch mehr denn je Unterstützung, um als eigenständige Arena in der Gesellschaft in ihrer Vielfalt gesehen und anerkannt zu werden. Es geht dem Forum einerseits darum, wissenschaftliche Ergebnisse verbreiten zu helfen, andererseits zur Ermittlung von Bedarfen beizutragen und die Zivilgesellschaft unter demokratietheoretischen Aspekten zu stärken.

Besonders dringend erscheint die Vernetzung unterschiedlicher Ansätze. Hier geht es vor allem um das Ermöglichen von Dialogen, beispielsweise zwischen zivilgesellschaftlicher Forschung und Praxis – aber auch zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Von ebenso großer Bedeutung ist der Zugang zu Informationen.

Schwerpunkte des Tocqueville Forums

An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik will daher das Tocqueville Forum:

Praxis und Forschung zur Zivilgesellschaft durch Unterstützungsdienste und Diskurse stärken,

  • Im offenen Austausch bereichsübergreifend Bedarfe ermitteln,
  • Gemeinsam bereichs- und disziplinübergreifend praktische Lösungsvorschläge für aktuelle Probleme erarbeiten,
  • Einen Reflexionsraum für tatsächliche und potentielle Betätigungsfelder, Funktionsweisen und Dynamiken der Zivilgesellschaft bieten,
  • Themen, die für die Entwicklung und innere Stärkung der Zivilgesellschaft wichtig sind, in den allgemeinen politischen, öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs hineintragen.

Unterschiedliche Projektformate sollen prozessorientiert, wo immer möglich mit Kooperationspartnern und auch auf europäischer und globaler Ebene erprobt werden. Erarbeitete Ergebnisse und Policy-Empfehlungen werden der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Das Projekt sucht ausdrücklich Zusammenarbeit und Vernetzung. Einzelprojekte werden wo immer möglich in Kooperation mit anderen Einrichtungen durchgeführt. Das Programm beteiligt sich an Gemeinschaftsvorhaben und internationalen Kooperationen.

Projekte

  • Zivilgesellschaft Info
    ein Angebot, das Vielfalt und Gemeinsamkeiten der Zivilgesellschaft beleuchtet und deren Akteure öffentlich sichtbar(er) macht. Die Onlineplattform bietet zahlreiche aktuelle Informationen zu Zivilgesellschaft, bürgerschaftlichem Engagement, Philanthropie und Stiftungswesen in den Bereichen Aktuelles, Veranstaltungen, Publikationen und Ausschreibungen. Auch gibt es die Möglichkeit, auf die Expertise zahlreicher Fachleute aus Wissenschaft und Praxis der Zivilgesellschaft zurückzugreifen, die für Anfragen aller Art zur Verfügung stehen,
  • Maecenata Bibliothek
    mit rund 15.000 Medieneinheiten die größte Fachbibliothek zum Themenfeld Zivilgesellschaft, Bürgerengagement, Philanthropie und Stiftungswesen im deutschsprachigen Raum. Sie steht der Öffentlichkeit zur Nutzung zur Verfügung
  • Projekt Philanthropy.Insight
    zielt darauf ab, das philanthropische Ökosystem auf eine neue Art und Weise systematisch zu erfassen. Eine Verortung philanthropischen Handelns jenseits des sog. Impact-Paradigmas kann ein erster Schritt sein, um eine stärkere, besser definierte und verantwortungsvollere Rolle der Philanthropie innerhalb der Zivilgesellschaft zu definieren. Förderinnen und Förderer, Stiftungen, Stifterinnen und Stifter sowie Expertinnen und Experten sind eingeladen, einen gemeinsamen Rahmen zu schaffen, der es der Philanthropie ermöglicht, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
  • Fortbildung (Intensivseminare)
    zu Zivilgesellschaft und Stiftungswesen: Die Intensivseminare richten sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Stiftungen, Vereinen, Verbänden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen, Unternehmen und Behörden sowie an potentielle Stifterinnen und Stifter, den wissenschaftlichen Nachwuchs, Studierende aller Fachrichtungen, Journalistinnen und Journalisten sowie Neugierige aller Art. Neben der Vermittlung von Kenntnissen und Erfahrungen geht es auch um die Klärung von speziellen Fragen der Teilnehmenden und den Austausch zwischen ihnen.
  • Netzwerktreffen

Abgeschlossene Projekte

  • Die seit 1989 bestehende, rund 18.000 Datensätze umfassende Datenbank deutscher Stiftungen, Datengrundlage für statistische Übersichten und andere wissenschaftliche Auswertungen, für den Maecenata Stiftungsführer und individuelle Recherchen. Die letzte Version des Stiftungsführers (2010) ist hier kostenlos abrufbar.

Aktuelle Meldungen aus dem Programm Tocqueville Forum

 

Publikationen

Veranstaltungen