Bericht über unsere Veranstaltung ,Zukunftsforschung und Megatrends: Schwerpunkt Demokratiepartizipation‘

11.07.2022 I Bericht über unsere Veranstaltung ,Zukunftsforschung und Megatrends: Schwerpunkt Demokratiepartizipation‘

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Am 30. Juni stellten Dr. habil. Berthold M. Kuhn von der Freien Universität Berlin und Mitautoren und FU-Studenten  Dimitrios L. Margellos ihr neu erschienenes Buch in der Bibliothek der Maecenata Stiftung vor. Es trägt den Titel: „Global Perspectives on Megatrends – The Future as Seen by Analysts and Researchers from Different World Regions“. Die hybride Veranstaltung fand statt als Teil der Reihe „Theorie der Zivilgesellschaft“. Als PanellistInnen partizipierten Marie Jünemann von Mehr Demokratie e.V. sowie Thamy Pogrebinschi vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Es moderierte der Direktor der Maecenata Stiftung, Rupert Graf Strachwitz.

Die Veranstaltung gab einen Einblick darüber, welche aktuellen Megatrends unsere Welt prägen, welche Akteure sich mit diesen Themen auseinandersetzen und welche globalen Folgen der russische Einmarsch in die Ukraine hat. Ein weiterer Fokus lag auf der chinesischen Geopolitik.

In seinem Vortrag fasste Kuhn seine Forschungsmethode zusammen und informierte über einige Ausführungen seiner InterviewpartnerInnen. Besonders bemerkenswert sei laut Kuhn das Thema „Demokratie und Herrschaft“. Er gab einen Einblick in der Frage, ob wir beobdachten könnten, dass die Politik (zur Legitimation von Herrschaft), die punktuelle Beteiligung der Bevölkerung in Form von BürgerInnenräten gegen eine Beteiligung fachlich versierter zivilgesellschaftlicher Kräfte ausspielt.

Kuhns Kollege Margellos illustrierte dessen Ausführungen, u.a. durch Informationen zum Forschungsprozess sowie einen Kapitelüberblick. Es gibt die Frage davon, wie wir die Quantität und die Qualität der Partizipation steigern und welchen Herausforderungen wir dabei begegnen könnten. Margellos betonte auch die Wichtigkeit der digitale Beteiligung in der Demokratie aber auch die Tatsache, dass es nicht für alle Leute möglich ist. Außerdem, stellte er die Frage, ob diese Beteiligung zufällig und weitgehend repräsentativ ausgewählter BürgerInnen zu besseren Entscheidungen führt. Darüber hinaus, überlegte er, ob solche Verfahren wirklich auch Menschen rekrutieren, die sehr beschäftigt sind, beruflich oder familiär.

Ein leitendes Diskussionsthema stellte Jünemann später auf dem Panel vor. Sie hob die Wichtigkeit der Bürgerräte in Berlin, Deutschland und Europa hervor und gab einen Einblick in deren Qualitätskriterien sowie den Einfluss von Bürgerräten auf nationaler und europäischer Ebene. Auch Pogrebinschi konzentrierte sich in ihrem Beitrag auf dieses Thema. Die gebürtige Brasilianerin sprach über Bürgerräte in ihrem Land und über demokratische Innovationen in Lateinamerika als Ganzes. Sie betonte indes, dass Bürgerräte nicht alle Probleme lösen könnten und ging darauf ein, weshalb man in diesem Kontext von Erfahrungen aus dem Süden lernen sollte.

In seinem Schlusswort bezog sich Kuhn nochmals auf den russischen Einmarsch in die Ukraine. Er resümierte, dass dieser bestimmte globale Trends, wie Ungleichheit und Inflation, nochmals akzentuiert habe.

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