Diaspora Philanthropie in Deutschland

Der Index for Global Philanthropy and Remittances 2018 des Hudson Institutes geht davon aus, dass in Deutschland der Transfer von privaten Geldern in sogenannte Entwicklungsländer in den Jahren 2011 bis 2014 bei circa 1,87 Milliarden US$[1] lag. Remittances machen hierbei den höchsten Anteil der Transfergelder aus. Dies sind zwar Schätzwerte, doch zeigen sie in jedem Fall

  • die bedeutende Dimension der Transferwerte und
  • wie wenig in Bezug auf Deutschland dazu gesagt werden kann, ob es sich hierbei auch um institutionalisierte Formen der Philanthropie handelt.

Ziel des Projekts „Diaspora Philanthropien in Deutschland“ ist neben einer aktuellen Bestandsaufnahme, eine konkrete Handlungsanleitung zu formulieren, die philanthropisches Handeln von Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland ermöglicht bzw. erleichtert. Der thematischer Fokus liegt dabei insbesondere auf Diaspora Philanthropien im muslimischen Kontext. Es soll unter anderem untersucht werden, inwiefern islamische institutionalisierte Konzepte der Philanthropie (waq’f) mit deutschem Stiftungsrecht vereinbar sind. Ein beabsichtigter Effekt dieser Studie mit dem Ziel der Entwicklung von Handlungsanleitungen ist auch die Förderung der Unterstützung von Migranten durch Migranten.

[1]https://s3.amazonaws.com/media.hudson.org/files/publications/201703IndexofGlobalPhilanthropyandRemittances2016.pdf (Zugriff 13. Februar 2019) , S. 11.

Kontakt

Siri Hummel

Dr. Siri Hummel
Stellvertr. Direktorin des Maecenata Instituts
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Malte Schrader

Malte Schrader
Mitarbeiter des Maecenata Instituts
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