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Opusculum

Opusculum 178 – Der Citizen Science-Niedergang oder wie man eine gute Idee verhunzt

Zusammenfassung:

Dieses Opusculum setzt sich kritisch mit einer wichtigen Epoche der modernen Wissenschaft auseinander. Der deutsche Philosoph Gernot Böhme (1937–2022) bezeichnete sie 1993 als das „Bacon’sche Zeitalter“. Paul Crutzen (1933–2021), der für seine Rolle bei der Entdeckung des Ozonlochs in der Stratosphäre mit dem Nobelpreis geehrt wurde, nannte sie um das Jahr 2000 mit großer Resonanz das „Anthropozän“. Bis heute ist diese Epoche weitgehend vom Aufstieg zweier stark miteinander konkurrierender Wissenschaftszweige geprägt – Wirtschaft und Ökologie –, was zu schwerwiegenden allgemeinen Problemen der heutigen Wissenschaft führt. Im Jahr 1995 veröffentlichte der Soziologe Allan Irwin (*1955) die Idee, dass Amateurwissenschaftler eine wichtige Rolle bei der Förderung ökologischer Ideen spielen könnten und sollten, und bezeichnete ihre wissenschaftliche Rolle als „Bürgerwissenschaft“. Der Autor dieses Opusculums hob dies im Jahr 2014 als ein wichtiges Mittel zur Überwindung der Fehler des Anthropozäns hervor. Der Text beschreibt den allgemeinen Rahmen sowie den Aufstieg und Niedergang von Irwins Idee und unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Phasen, Ländern und Akteuren. Gegenwärtig hat sie den Großteil ihrer ursprünglichen Kraft verloren und ist zu einer bloßen Methode der professionellen Wissenschaft geworden. Dennoch brauchen wir dringend einen Wandel unserer wissenschaftlichen Identität

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Autor: Peter L. W. Finke

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