Rezension des Buches ‚Steuerliche Gemeinnützigkeit und allgemeine Rechtsordnung‘ von Oliver Cremers

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Rezension

Steuerliche Gemeinnützigkeit und allgemeine Rechtsordnung

von Oliver Cremers

Abbildung von Cremers | Steuerliche Gemeinnützigkeit und allgemeine Rechtsordnung | 1. Auflage | 2022 | beck-shop.de

Gerne wird in der öffentlichen Diskussion davon gesprochen, daß die Steuerbefreiung einer zivilgesellschaftlichen Organisation eine Reihe weiterer Vorteile einbringt. Nicht umsonst deswegen streben die meisten Organisationen nach wie vor diesen Status an, obwohl sie auch diesen keine Steuern zu entrichten hätten. Etwas vage heißt es dann beispiuelsweise: „Gemeinnützige Organisationen dürfen auch mal im Gemeindehaus tagen.“  Das mag zwar richtig sein, aber erfaßt nur einen minimalen Teil der Wirkungen, die die Gemeinnützigkeit haben kann. In einer juristischen Dissertation, die an der Bucerius Law School angenommen und preisgekrönt wurde, geht Oliver Cremers  diesen Wirkungen auf den Grund. Auf fast 600 Seiten analysiert er systematisch, welche Rechtsfolgen es hat, wenn eine zivilgesellschaftliche Organisation als gemeinnützig (korrekt: steuerbegünstigt) anerkannt wird. Die Palette reicht vom Rundfunkbeitrag über die bekannten sozialrechtlichen Kooperationsverhältnisse und die Privilegierung bei der Vergabe von Dienstleistungsaufträgen im Zivil- und Katastrophenschutz bis zur Befreiung von allerlei Gebühren und vielem mehr. Kurz: Das Buch ist eine Fundgrube für jeden, der sich aus welchen Gründen auch immer, mit den Besonderheiten zivilgesellschaftlicher Organisationen in unserer Rechtsordnung auseinandersetzen muß.

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Rupert Strachwitz

Dr. phil. Rupert Graf Strachwitz

Vorstand der Maecenata Stiftung
Direktor des Maecenata Instituts
rs@maecenata.eu

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