Neuer Report: Der Empathie Effekt – Die COVID-19-Pandemie und ihre Auswirkungen auf die öffentliche Meinung in der EU

18 Dezember 2020 | via Bertelsmann Stiftung

Executive Summary

In unserer Frühjahrs-Studie 2020 haben wir uns mit dem Optimismus-Paradox beschäftigt und seine Konsequenzen für die Steuerung der Corona-Krise diskutiert. Das Optimismus-Paradox beschreibt die Kluft zwischen der Einschätzung der eigenen und der gesellschaftlichen Krisen-resistenz. Kurz gesagt: Menschen glauben in der Regel, das eigene Leben gut meistern zu können, zweifeln aber an eben jener Fähigkeit der Gesellschaft. Der individuellen Steuerungsfähigkeit vertraut man, der kollektiven eher nicht. Das stellt Regierungen gerade in Gesundheits-Krisenzeiten vor besondere Herausfor-derungen, denn sie müssen den Glauben an die individuelle Kraft in die richtigen Bahnen lenken, damit er auch kollektiv produktiv Wirkung entfalten kann. Die Frage, welche Faktoren kollektives Handeln motivieren können, drängt sich in diesem Zusammenhang auf. Ihr wollen wir uns in dieser aktuellen eupinions-Studie widmen, indem wir uns der Rolle von Empathie zuwenden.

Zunächst messen wir Empathie und fragen uns dann, inwieweit sie sich auf die Bereitschaft von Individuen auswirkt, kollektive Krisenmaßnahmen zu unterstützen. Krisenmaßnahmen bezüglich des Gesundheitsschutzes, aber auch Maßnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen und sozialen Folgeschäden auf europäischem Niveau. Wir ergründen diese Fragen mit Hilfe einer Datenerhebung vom Juni 2020, in der fast 13.000 EU-Bürger:innen befragt wurden. Unsere Daten sind repräsentativ für die EU als Ganzes sowie für die sieben Mitgliedsstaaten Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Polen und Spanien.

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