Welche Rolle spielen Engagement und Zivilgesellschaft in einem ganzheitlichen Sicherheitskonzept?
Sicherheitspolitik wird häufig als Aufgabe von Staat, Behörden und Bundeswehr verstanden. Doch wie kann Sicherheit in einer freiheitlichen Demokratie gewährleistet werden, wenn gesellschaftliche Resilienz, Zusammenhalt und freiwilliges Engagement dabei nicht mitgedacht werden?
Im Colloquium der Maecenata Stiftung im Rahmen der Woche des bürgerschaftlichen Engagements des BBE geht Dr. Rupert Graf Strachwitz der Frage nach, welche Rolle die Zivilgesellschaft in einem nationalen Sicherheitskonzept spielen kann und sollte. Dabei geht es um weit mehr als den klassischen Zivilschutz: Zivilgesellschaftliche Organisationen sorgen vor allem für gesellschaftlichen Zusammenhalt, sichern aber auch wichtige soziale und gesundheitliche Dienstleistungen, verfügen über personelle, logistische und kommunikative Strukturen und tragen zur demokratischen Resilienz bei.
Zugleich stellt sich die Frage, wie Staat und Zivilgesellschaft in Krisen zusammenwirken können, ohne die Eigenständigkeit des Engagements zu gefährden. Wie können Engagement und vorhandene zivilgesellschaftliche Strukturen für die Resilienz unserer Gesellschaft genutzt werden? Welche Erwartungen dürfen an Engagierte und Organisationen gestellt werden und was braucht es dafür von staatlicher Seite?
Nach einem 30-minütigen Impuls von Rupert Graf Strachwitz ist Raum für eine gemeinsame Diskussion zum Thema.