Ein Rettungsschirm für die Zivilgesellschaft? Eine explorative Studie zu Potenzialen, Bedarfen und Angeboten in und nach der COVID-19 Krise

Die Zivilgesellschaft ist ebenso wie alle übrigen gesellschaftlichen Akteure von der gegenwärtigen Pandemie-Krise betroffen. Während die Unterstützung von wirtschaftlichen Akteuren seit Beginn der Corona-Krise prominent in Politik und Medien behandelt wurde, scheinen Hilfsangebote für zivilgesellschaftliche Organisationen wenig thematisiert zu werden. Gleichzeitig hat die Zivilgesellschaft es jedoch auch versäumt ihre Potenziale und Bedarfe gesamthaft darzustellen. Es verwundert nicht, dass dementsprechend auch staatliche Hilfsangebote („Rettungsschirm“) unzureichend und nicht koordiniert sind. Diesem Notstand muss rasch begegnet werden. Hierzu müssen

  • die Potenziale der Zivilgesellschaft,
  • die vorhandenen Hilfsangebote und
  • der Hilfsbedarf der Zivilgesellschaft

zumindest annähernd erfasst und für die politische Debatte aggregiert werden. Die Studie beschäftigt sich somit mit der Frage, wie dem Notstand begegnet werden kann, dem viele zivilgesellschaftliche Organisationen in und nach der Corona-Krise ausgesetzt sind. Es geht aber ausdrücklich nicht nur um Nöte, sondern auch um das, was Zivilgesellschaft in der Krise leistet und um das, was sie anzubieten hat, um die Krise und ihre Folgen zu meistern. Hier setzt die Studie des Maecenata Institut für Philanthropie und Zivilgesellschaft an:

  1. Sie ermittelt anhand von Experteninterviews und dem Rückgriff auf vorhandene Umfrageergebnisse, die konkreten Bedarfe zivilgesellschaftlicher Akteure.
  2. Sie aggregiert anhand von Online-Recherchen, unterstützt von Einzelbefragungen, die vorhandenen Hilfsangebote von Bund, Ländern und bundes- oder landeseigenen Körperschaften.
  3. Sie erarbeitet anhand von Literaturrecherchen, Interviews und Austausch ein Tableau, aus dem das Potenzial der Zivilgesellschaft für die Überwindung der Krise ersichtlich und verständlich wird.

Die Arbeit an der Studie wird von einer Arbeitsgruppe unterstützt, der angehören:

  • Allianz „Rechtssicherheit für politische Willensbildung“:
    Stefan Diefenbach-Trommer
  • Deutscher Fundraising-Verband:
    Larissa Probst
  • Dreilinden gGmbH:
    Ise Bosch
  • Gesellschaft für Freiheitsrechte:
    Pauline Weller
  • Inst. f. Protest- u. Bewegungsforschung:
    Simon Teune
  • Maecenata Stiftung:
    Rupert Graf Strachwitz
  • Open Society Foundations Berlin:
    Selmin Çalışkan
  • Phineo gAG:
    Andreas Rickert
  • Charities Aid Foundation (UK):
    Daniel Ferrell-Schweppensted (Gast)

Neuigkeiten aus dem Projekt

Kontakt

Siri Hummel

Dr. Siri Hummel
Stellvertr. Direktorin des Maecenata Instituts
sh@maecenata.eu

Malte Schrader

Malte Schrader
Mitarbeiter des Maecenata Instituts
ms@maecenata.eu