Centre for Humanitarian Action

Humanitäre Hilfe ist heute so wichtig wie selten zuvor: Die Zahl der Menschen in Not steigt weltweit von Jahr zu Jahr, und noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht. Eine wirksame Hilfe, welche die Menschen in größter Not unparteiisch unterstützt, ist deshalb für Millionen Betroffene von existentieller Bedeutung. Zugleich wird die humanitäre Hilfe heute vielfach hinterfragt, angegriffen oder bleibt sehr schlecht finanziert. Der erste deutsche Think Tank für humanitäre Hilfe, das „Centre for Humanitarian Action“ (CHA) setzt sich deshalb für eine unabhängige Analyse, kritische Diskussion und öffentlichkeitswirksame Vermittlung humanitärer Hilfe ein.

Das Centre for Humanitarian Action (CHA) hat eine eigene Website, auf der weitere Informationen zu finden sind. Sehen Sie selbst: www.chaberlin.org.

Die drei Schwerpunkte des CHA

 

  •  Analyse und Reflexion
    Das CHA widmet sich der selbstkritischen Reflexion der humanitären Arbeit der Bundesregierung, des Parlaments, deutscher Hilfsorganisationen und weiterer zivilgesellschaftlicher, akademischer und politischer Akteur*innen in Deutschland und im deutschsprachigen Europa. Analysen und Studien nehmen internationale Debatten auf, speisen sie in den deutschen Kontext ein und befruchten die internationale Debatte mit deutschen Perspektiven.

 

  • Debatte und policy engagement
    Das CHA dient als Diskussionsforum für kontroverse und offene Debatten mit nationalen und internationalen humanitären Akteur*innen und Netzwerken aus Wissenschaft und Forschung. Es thematisiert dank seiner Unabhängigkeit Herausforderungen, Zielkonflikte und Grauzonen der humanitären Hilfe auf eine Weise, wie es anderen Akteur*innen selten möglich ist. Die Debatte dient im Sinne des policy engagement auch der Beratung von Akteur*innen der humanitären Hilfe.

 

  • Vermittlung
    Das CHA vermittelt die Bedeutung, Anliegen und kontroversen Herausforderungen der humanitären Hilfe in der Öffentlichkeit, im politischen Diskurs und im Bildungssektor und entwickelt entsprechende Partnerschaften.

<strong>Die drei Projekte des CHA</strong>

  • Humanitäre Policy- und Strategiefähigkeit deutscher Akteur*innen
    Der Umfang der humanitären Hilfe aus Deutschland hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Die Bundesregierung und die deutschen Hilfsorganisationen spielen international eine zunehmend große Rolle. Dies weckt zugleich große, bislang bedingt erfüllte Erwartungen an deutsche Akteur*innen, die humanitäre Hilfe auch strategisch weiter zu entwickeln und ihre Prinzipien international wirkungsvoll zu schützen.
    Das Projekt hat zum Ziel, die Strategie- und Policyfähigkeit deutscher humanitärer Organisationen aus internationaler Perspektive zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für die öffentlichen und zivilen deutschen humanitären Akteur*innen zu entwickeln.
  • Humanitarian-Development-Peace Nexus in der Praxis
    Seit dem World Humanitarian Summit 2016 hat der Triple Nexus eine hohe Priorität in der humanitären Reformdebatte. Erklärtes Ziel des Triple Nexus Ansatzes ist die bessere Verknüpfung von humanitärer Hilfe mit Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung.
    Das Projekt trägt dazu bei, die weitgehend abstrakte Debatte durch konkrete Erfahrungen aus der lokalen Praxis zu bereichern und aus humanitärer Perspektive zu hinterfragen. Die Forschungsergebnisse zum Peace-Nexus werden in Form von Länderstudien, einer Nexus-Publikation sowie einer CHA Konferenz Anfang 2020 allen Interessierten zur Verfügung gestellt. Ergänzt wird das Projekt durch eine Triple-Nexus Evaluation für die Deutsche Welthungerhilfe.
  • Shrinking Humanitarian Space im Globalen Süden & in Europa
    Die international viel geführte Debatte um einen Shrinking Humanitarian Space gilt als grundlegende Herausforderung für die humanitäre Hilfe und ihre Prinzipien. Thematisiert wird der Shrinking Humanitarian Space bislang jedoch überwiegend mit Blick auf die Länder des Globalen Südens.
    Das Projekt hat das Ziel, anhand konkreter Praxisfelder die spezifischen Herausforderungen und Parallelitäten zunehmend eingeschränkter Räume für eine prinzipiengeleitete humanitäre Hilfe in den Ländern des Nordens und des Südens zu untersuchen. Hierzu werden im Kontext von Asyl- und Migrationspolitiken einschließlich der Seenotrettung sowie der Anti-Terrorgesetzgebung und der Lokalisierung das Thema beleuchtet und Handlungsmöglichkeiten erörtert.

 

Brücken schlagen

Das CHA soll weder eine rein akademische Institution sein, noch eine Interessensvertretung humanitärer Organisationen gegenüber der Bundesregierung. Vielmehr schlägt das CHA eine Brücke zwischen der akademischen Auseinandersetzung mit Themen der humanitären Hilfe und der praktischen Arbeit in Projekten und Programmen. Es schlägt auch eine Brücke zwischen den internationalen Diskussionsprozessen und der bisweilen isolierten Debatte in Deutschland. Die Ergebnisse dieser Arbeit und die erarbeiteten Empfehlungen sind frei für alle interessierten Akteur*innen zugänglich.

 

Finanzierung

Damit das CHA unabhängig, praxisorientiert und zivilgesellschaftlich verankert ist, werden wesentliche finanzielle Beiträge von humanitären NGOs geleistet.

 

Institutionelle Träger

Die drei NGOs Ärzte ohne Grenzen Deutschland e.V., der Deutsche Caritasverband e.V./Caritas international und das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. sind die institutionellen Täger des CHA und stellen die Basisfinanzierung bereit.

 

Unterstützer*innen

Neben den institutionellen Trägern wird das CHA, finanziell und ideell, von weiteren Organisationen unterstützt. Dazu zählen seit Juli 2019 Islamic Relief Deutschland e.V. und seit 2020 Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V. sowie Aktion gegen den Hunger gGmbH.

Durch seine Finanzierung ist das CHA unabhängig von einzelnen Geldgeber*innen und eine inhaltliche Einflussnahme ist nicht möglich. Das CHA ist offen für weitere institutionelle Träger und Unterstützer*innen von zivilgesellschaftlichen Organisationen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Individuen. Bitte nehmen Sie für weitere Details Kontakt mit uns auf.

 

Rechtliche Verhältnisse

Das CHA ist eine nicht rechtsfähige Einrichtung der Maecenata Stiftung, die auch als Rechtsträgerin fungiert. Der entsprechende Vertrag mit Ärzte ohne Grenzen Deutschland, dem Deutschen Caritasverband und dem Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung ist zunächst auf drei Jahre abgeschlossen (2018-2021). Diese Verbände stellen im Rahmen des Vertrags die Grundfinanzierung sicher. Am Ende dieser ersten Phase wird eine Evaluation erfolgen. Die drei Verbände entsenden je eine*n Vertreter*in in den Programmbeirat des CHA.

! Besuchen Sie unsere Website www.chaberlin.org für die aktuellsten Informationen !

Kontakt

Lena Wallach
Referentin für Kommunikation
info@chaberlin.org

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